Accenture kündigt Übernahme von designaffairs an

Kronberg/München, 8. Juni 2018 –

Accenture hat die geplante Übernahme der strategischen Designberatung designaffairs angekündigt. Accenture will damit seinen Geschäftsbereich Industrie X.0 stärken, insbesondere bei der Entwicklung produktionsreifer, smarter Produkte und Services. Die Übernahme soll das Angebot ergänzen, mit dem Accenture Industrieunternehmen bei ihrer digitalen Neuerfindung unterstützt. Dazu zählen Dienstleistungen rund um smarte Produkte, smarte Services, Plattformen und neue Geschäftsmodelle.


Designaffairs, gegründet 1997, beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter am Hauptsitz München sowie in Studios in Erlangen und Shanghai, China sowie Portland, USA. Die Dienstleistungen von designaffairs umfassen Industrie-, Material- und User-Interface-Design, nutzerzentrierte Innovationsberatung, Maschinenbau- und Gebrauchstauglichkeitsexpertise, Entwicklung von Prototypen, Designforschung und Markenstrategie.


Mit der geplanten Übernahme von designaffairs will Accenture seinen Geschäftsbereich Industrie X.0 stärken, der Industrieunternehmen bei der Digitalisierung unterstützt

Zu den Kundenprojekten von designaffairs zählen ein Fahrerinformationssystem von Hyundai mit dreidimensionaler berührungsempfindlicher Bedienoberfläche, der Siemens-Computertomograph Somatom Force CT und ein Espresso-Automat von Nescafé, der mit der Cloud verbunden ist. Für seine Arbeiten hat die Designberatung bislang über 300 Auszeichnungen erhalten, darunter den renommierten iF Design Award und den Red Dot Design Award.

Designaffairs soll in den Accenture-Geschäftsbereich Industrie X.0 eingegliedert werden. Die Designberatung wird damit gleichzeitig Teil des wachsenden Netzes von Accenture-Studios, die wiederum Teil der Accenture-Innovationsarchitektur sind. Accenture-Studios sind spezialisiert darauf, Ideen für digitale smarte Produkte und Services sowie neue Kundenerlebnisse zu entwickeln, zu gestalten und in Prototypen umzusetzen. Diese Leistungen zählen zum zentralen Wertversprechen von Accenture Industrie X.0.

„Designaffairs ist hervorragend darin, für seine Kunden Produkte und Produkterlebnis neu zu denken. Das ist eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln zu können und neues Wachstum zu erzeugen“, sagt Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture in Deutschland, Schweiz und Österreich. „Mit seiner Expertise, Erfolgsgeschichte und Marktposition stärkt designaffairs unsere Angebote für die Digitalisierung der Industrie. Das gilt besonders für Deutschland und China, zwei Schüsselmärkte für Industrie X.0.“

„Die Übernahme von designaffairs steht in einer Reihe mit Investitionen, mit denen wir uns auf den Feldern Innovation, Design und Produktentwicklung verstärken wollen“, sagt Andrew Smith, Geschäftsführer des Bereichs Industrie X.0 in Deutschland, Schweiz und Österreich. „Wir sind auf dem besten Weg, eine erstklassige Organisation aufzubauen, die großangelegte Digitalisierungsprojekte für Industrieunternehmen übernehmen kann, und zwar von der ersten Idee über die Umsetzung bis hin zum Betrieb.“

CEO Nico Michler wird designaffairs weiterhin leiten, auch nach Abschluss der Übernahme, zusammen mit Professor Michael Lanz, Managing Director und Studioleiter München, und Gerd Helmreich, Managing Director und Studioleiter Erlangen, sowie Lidan Liu und Moritz Ludwig, die das Studio in Shanghai führen.

„Bei designaffairs sind wir stolz darauf, vernetzte Produkte und intelligente Services zu gestalten und abzuliefern, die nicht nur Preise gewinnen, sondern auch das Lebens und den Arbeitsalltag von Menschen verbessern“, sagt Nico Michler. „Unsere Mitarbeiter verstehen sich als Entdecker und streben danach, wirklich etwas für unsere Kunden zu bewegen. Als Teil von Accenture und Industrie X.0 können wir auf einem ganz neuen Niveau kreativ werden, um gemeinsam anwendungsreife smarte Produkte und Services zu entwickeln und umzusetzen, und das in einer ganzen Reihe von Industrien.“

Accentures Sicht auf Industrie X.0 ist bereits von führende Branchenanalysten positiv hervorgehoben worden, zuletzt im Report „Everest Group IoT Services Peak Matrix”.

Die Übernahme unterliegt den handelsüblichen Abschlussbedingungen. Die finanziellen Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.