Accenture, Vodafone Procure & Connect und SAP stellen Pilotprojekt für Einsatz humanoider Roboter in Lagerhäusern vor
Pilot soll neue Erkenntnisse über das Potenzial von physischer KI und humanoiden Roboter in Lieferketten und für zukünftige Geschäftsmodelle liefern
Hannover, 22. April 2026 – Accenture, Vodafone Procure & Connect und SAP testen in einem gemeinsamen Pilotprojekt den Einsatz von humanoiden Robotern in Lagerhäusern. Damit wollen die Unternehmen zeigen, wie physische KI die Effizienz in Betriebsabläufen erhöht, mehr Sicherheit schafft, neue Ansätze für den Einsatz von Personal ermöglicht und zukünftige Geschäftsmodelle unterstützt. Accenture, SAP und Vodafone Procure & Connect stellen die Lösung auf der Hannover Messe 2026 vor.*
Mit dem Projekt unterstreicht Accenture seinen Anspruch, fortgeschrittene Robotik und physische KI unter echten Einsatzbedingungen in der Industrie zu erproben. Damit sollen Unternehmen beim nächsten Schritt von der Experimentierphase hin zum großflächigen Einsatz der Technologie in der Praxis unterstützt werden. Der Pilot soll außerdem zeigen, wie die zukünftige Arbeitsteilung zwischen Menschen und humanoiden Robotern aussehen kann und wie neue Erlösquellen über verschiedene Industrien hinweg entstehen können.
Das Pilotprojekt wurde im Warenlager von Vodafone Procure & Connect in Duisburg durchgeführt, wo die humanoiden Roboter in den bestehenden Lagersystemen eingesetzt wurden. Sie erhielten konkrete Inspektionsaufträge über das Extended Warehouse Management System von SAP, die die Roboter eigenständig anhand von visuellen Prüfungen in allen Bereichen des Lagers ausführten.
Im Zuge des Pilotprojekts identifizierten die humanoiden Roboter ineffiziente Abläufe, Sicherheitsrisiken und Optimierungsmöglichkeiten bei Prozessen im Lagerhaus. Sie erkannten etwa falsch gelagerte oder beschädigte Produkte, prüften, ob Kartons richtig auf Paletten gestapelt sind und ob das Gewicht korrekt verteilt ist, zeigten ungenutzte Lagerflächen auf, und identifizierten potenzielle Gefahren wie Hindernisse in den Gängen oder falsch abgestellte Paletten. Die Roboter kommunizierten dabei direkt mit dem SAP-System. Das ermöglichte die Verarbeitung der Erkenntnisse in Echtzeit und bildete die Grundlage für fundierte Entscheidungen über operative Abläufe. SAP war für die Integration der Roboter in das Lagerverwaltungssystem zuständig, während Accenture das Framework für die Roboter-Intelligenz und Betriebsabläufe entwickelte und umsetzte. Dabei griff es auf seine Expertise bei physischer KI, fortschrittlicher Robotik und Digital Twins zurück.
Christian Souche, Advanced Robotics Lead bei Accenture, sagte: „Humanoide Roboter, die in Digital Twins trainiert und von physischer KI angetrieben werden, helfen, die Zahl der Unfälle von Lagerhausarbeitern zu senken, die Sicherheit insgesamt zu erhöhen, die Kosten für Überstunden von Mitarbeitern zu verringern, sowie den Einsatz von Zeitarbeitern zu reduzieren. Ebenso wichtig ist, dass Vodafone Procure & Connect wertvolle Daten und Erkenntnisse über den Einsatz und die Leistung von Robotern sammeln wird, die als Grundlage für ein künftiges Geschäftsfeld im Bereich humanoider Arbeitskräfte dienen sollen.“
Dr. Lukasz Ostrowski, Head of Embodied AI & Robotics bei SAP, sagte: „Bei Vodafone Procure & Connect nutzen wir Joule, eine SAP-Lösung für KI und gleichzeitig die Schnittstelle zu Embodied AI. Sie verbindet Roboter mit Ende-zu-Ende-Prozessen und Business-Logic und versetzt sie in die Lage zu wissen, warum, wann und wie sie handeln sollen. Da sich alle Handlungen auf zuverlässige Daten aus SAP-Systemen stützen, lassen sich die Meldung von Arbeitsunfällen und anderen Sicherheitsvorfällen sowie die Überprüfung des Warenbestands in Echtzeit automatisieren. Damit schützen wir die Arbeiter und stärken die Einhaltung von Vorschriften durch einheitliche und überprüfbare Arbeitsabläufe.“
Reinhard Stefan Plaza Bartsch, Global Network Logistics Director bei Vodafone Procure & Connect, sagte: „Mit diesem Piloten sammeln wir sowohl konkrete Erfahrungen darüber, wie humanoide Roboter die Effizienz und Sicherheit erhöhen, erhalten aber gleichzeitig tiefere Einblicke in betriebliche Abläufe. Damit verstehen wir nun noch besser, wie diese Fähigkeiten sich über die gesamte Lieferkette hinweg skalieren lassen und welche neuen Geschäftsmodelle damit zukünftig möglich sind.“
Prasad Satyavolu, Global Lead for Manufacturing, Operations und Physical AI bei Accenture, ergänzte: „Unsere gemeinsame Arbeit mit SAP ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie der ganzheitliche Einsatz von humanoiden Robotern – von Simulationen über deren Training bis hin zum tatsächlichen Einsatz in Lagerhäusern und der Anbindung an Daten aus SAP-Systemen – einen geschlossenen Kreislauf mit transaktionalen Systemen schafft.“
Die humanoiden Roboter, die bei diesem Piloten zum Einsatz kamen, liefen auf Robot Brain, einer Lösung von Accenture. Damit sind sie in der Lage, mit Menschen über natürliche Sprache und Gesten sowie per Text zu kommunizieren. Trainiert werden die Roboter in Digital Twins der Warenlager, die auf dem Physical AI Orchestrator von Accenture laufen. Dieser nutzt NVIDIA Omniverse-Bibliotheken, den Mega NVIDIA Omniverse Blueprint und NVIDIA Metropolis, eine Plattform für den Einsatz von Visual AI Agents. Damit sind Roboter in der Lage, mehr als nur einfache, sich wiederholende Aufgaben auszuführen. Stattdessen erlernen sie durch Nachahmung und Reinforcement Learning neue Fähigkeiten.
Accenture, SAP und Vodafone Procure & Connect stellen das Pilotprojekt auf der Hannover Messe 2026 am Stand von SAP in Halle 15, Stand F08 vor (Accenture Partner Stand). Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an [email protected], +49 175 57 61393.
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