06. Juli 2018

Digitalinvestitionen rechnen sich für Raffineriebetreiber


Kronberg, 6. Juli 2018 - Digitale Technologien tragen zum effizienteren Betrieb von Raffinerien und damit zu höheren Margen im Geschäft bei. Außerdem wachsen die Digitalbudgets in der Branche weiter an, auch wenn Bedenken bei der IT-Sicherheit das größte Hindernis für eine stärkere Nutzung sind. Das sind einige Ergebnisse der neuen Accenture-Studie ‚The Intelligent Refinery’ zur Digitalisierung in Raffineriebetrieben, für die 170 Führungskräfte und technische Fachleute der Branche in 48 Ländern befragt wurden. 

Fast jedes dritte befragte Unternehmen (30 Prozent) gab an, dass die Margen im Raffineriebetrieb durch den Einsatz digitaler Technologien in den letzten zwölf Monaten um mehr als 7 Prozent gestiegen seien. Legt man die absolute zusätzlich erzielte Wertschöpfung zu Grunde, so konnte jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) sein Geschäft zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar ausbauen und jeder dritte Raffineriebetrieb (33 Prozent) erzielt immerhin eine zusätzliche Wertschöpfung zwischen 5 und 50 Millionen US-Dollar.  Dieser Zusammenhang zwischen digitalen Investitionen und besseren Geschäftsergebnissen trägt auch dazu bei, dass die Digitalbudgets stärker als je zuvor wachsen. So gaben 59 Prozent alle befragten Raffinerien an, ihre Ausgaben in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöht zu haben. Drei von vier Unternehmen planen sogar, ihre digitalen Investitionen auch in den kommenden drei bis fünf Jahren weiter zu steigern. 

„Um die Produktivität der Anlagen deutlich zu steigern, sind Investitionen in neue Technologien für künstliche Intelligenz und analytische Verfahren in den Bereichen Automatisierung und Anlageninstandhaltung erforderlich. Digitale Technologien bieten erhebliche Chancen, die Anlagenverfügbarkeit und Ausbeute sowie letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerien deutlich zu erhöhen“, so Götz Erhardt, Geschäftführer für den Bereich Grundstoffindustrien bei Accenture. 

Dabei setzen die Unternehmen vor allem auf Technologien zur Verbesserung der Transparenz in den Produktionsprozessen sowie fortgeschrittene Datenanalyse, da hier der unmittelbare Wertbeitrag durch mehr Effizienz in den Betriebsabläufen und damit geringeren Kosten klar ersichtlich ist. Deshalb planen die meisten Raffinerien auch in den kommenden zwölf Monaten weiter in diese beiden Technologien zu investieren. Im Gegensatz zu anderen Branchen tun sie sich jedoch schwer damit, auch zukunftsweisende Technologien wie IoT-Sensoren, Edge Computing, Mixed Reality oder Blockchain über Pilotprogramme heraus stärker zu nutzen. Dabei länge genau hier großes zusätzliches Wertschöpfungspotenzial. 

Eine weitere große Herausforderung liegt in der IT-Sicherheit: 28 Prozent der Befragten berichteten von einem Anstieg der Cyberangriffe auf ihre Raffineriebetriebe gegenüber dem Vorjahr. Deshalb überrascht es kaum, dass 38 Prozent der Unternehmen die fehlende Datensicherheit als Hürde für die stärkere Nutzung von digitalen Technologien sehen.
Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter: https://www.accenture.com/us-en/insights/industry-x-0/2018-digital-refining-survey 
 
Über Accenture
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